Was tun bei niedrigen Zinsen?

Niedrigzins-Was nun?Die Zinsen für sichere Spareinlagen sind niedrig, für viele lohnen sich Tagesgeld noch Festgeld nicht mehr, vom inzwischen meist noch deutlich schlechter verzinsten Sparbuch mal abgesehen. Doch was können Anleger tun, um ihren ganz eigenen Kampf gegen die Minizinsen zu gewinnen? Die Antwort ist einfach: sich nach einer anderen Anlageart umzusehen, die eine bessere Rendite verspricht. Mehrere Beispiele für solche Anlageformen möchten wir ihnen hiermit auf Ihren Weg geben.

Dabei sollten sich Sparer und Anleger jedoch vorab schon die Frage stellen, welches Risiko sie einzugehen bereit sind. Denn ohne ein solches ist es nicht möglich, einen höheren Ertrag als die derzeitigen Minizinsen zu erzielen, selbst wenn die Werbung für so manche Anlageart etwas durchaus Anderes versprechen mag.

Nur wer streut, wird auch Ertrag erzielen?

Alles auf eine Karte zu setzen bei der Geldanlage ist wahrscheinlich schlechteste Idee, auf die ein Sparer kommen kann. Wer alles auf eine Karte setzt, der kann sich schnell auch mal verzocken – und am Ende ist dann nichts mehr da, weder der Anlagebetrag selbst noch die gewünschte Rendite. Deshalb ist es empfehlenswert, beim Anlegen immer auch breit zu streuen, und dabei auf der einen Seite möglichst sichere Anlageformen zu wählen, um das mittlere, hohe oder gar sehr hohe Risiko anderer Anlagearten gegebenenfalls ausgleichen zu können.

Aktienanlagen im Jahr 2013

Der Zusammenbruch des neuen Marktes und die Einbußen bei der T-Aktie halten auch 2013 immer noch viele Bundesbürger davon ab, in Aktien zu investieren. Dabei liegt beides lange her, und auch wenn Aktienanlagen immer auch Risiken in sich bergen, so ist es doch gerade in diesem Jahr aufgrund des gleich mehrfachen neuen DAX-Allzeithochs interessant, auf Aktien als Anlagemöglichkeit zu setzen. Dabei ist es natürlich für Anleger wichtig, sich zu überlegen, auf welche Wertpapiere gesetzt werden soll. Nur auf bekannte Unternehmen, die bereits seit Jahren und Jahrzehnten weit oben gelistet sind? Oder auch auf unbekanntere Unternehmen, die vielleicht eines Tages den Weg nach ganz oben schaffen sollten. Für Anleger ist diese Entscheidung im Laufe der Zeit wichtig, damit sie nicht wild und blind auf Aktien setzen, die am Ende dann kaum bis gar nichts bringen, bzw. die so risikobeladen sind, dass es zu einer Talfahrt des Kurses kommen kann – und dann war es das mit der Rendite. Aber wer ein hohes Risiko eingeht, der kann natürlich auch, im besten Fall, einen hohen Ertrag erwirtschaften mit seiner Aktienanlage, dies steht dann natürlich auch noch im Raum.

Investmentfonds statt Einzelaktien

Wer als Anleger nicht alles auf nur wenige oder nur ein Wertpapier setzen möchten,, oder sich selbst nicht genug auskennt, um eine entsprechende Streuung bei der Aktienanlage vorzunehmen, der hat die Möglichkeit, auf Investmentfonds statt Einzelaktien bzw. Einzelanlagen zu setzen. Dabei sollte dem Anleger jedoch auch bewusst sein, dass auch Fonds immer ein gewisses Risiko und damit entsprechende Wertschwankungen haben. Der Vorteil bei Investmentfonds liegt jedoch für so manchen Anleger auf der Hand: statt eines einmaligen Aktienkaufs sind auch Fondssparpläne möglich, mit denen regelmäßig ein bestimmter Betrag angelegt werden kann.

Bundesanleihen – vielleicht sicher, aber nicht mehr wirklich lohnenswert

Bundesanleihen waren einstmals ein beliebtes Mittel für Anleger, ihr Geld zu guten Zinsen in deutsche Staatsanleihen zu investieren. Und dies mit recht geringem Risiko, wie viele glauben. Doch sollte es eines Tages anders kommen und Deutschland die Staatschulden nicht mehr decken können, wäre die Sicherheit der Anleihen natürlich Vergangenheit. Dazu kommen zwei weitere Punkte: Privatanleger können nicht mehr direkt über die Finanzagentur in Bundesanleihen investieren, sondern nur noch über ihren Broker. Und die Zinsen für die deutschen Staatsanleihen sind längst nicht mehr das Gelbe vom Ei.

Unternehmensanleihen – interessant aber auch risikoreich

Unternehmensanleihen stehen eine mögliche Alternative dar zu inzwischen zu niedrig verzinsten Anlagearten, egal ob Tagesgeld, Festgeld oder Sparbriefe und Sparbuch. Doch gerade bei dieser Art von Anleihen hat die mögliche hohe Rendite auch ihren Preis, je höher diese veranschlagt ist, desto höher ist meist auch das Risiko, am Ende gar nichts mehr von seinem angelegten Geld zu haben. Wichtig ist es bei einer solchen Anlage immer, sich das Unternehmen, dessen Anleihen man erwerben möchte, genau anzusehen: wie stabil ist das Unternehmen, wie sieht es mit der Bonität aus und wie lange ist das Unternehmen schon am Markt tätig? Zudem sollten Unternehmensanleihen nie die ganzen Ersparnisse ausmachen, auch hier heißt es: bei der Geldanlage nicht alles auf eine Karte zu setzen!

Anlage in Fremdwährungen

Längst haben sich die Zeiten geändert, in denen Währungen in Papierform gekauft werden mussten, um in sie anlegen zu können. Die Anlage in Fremdwährungen läuft heute meist über so genannten Forex-Broker ab. Das bedeutet: die Fremdwährungsanlage wird über den Computer und dabei über einen meist speziellen Broker für Forex abgewickelt. Der Vorteil dabei ist, das reine Forex-Broker oft mehr Möglichkeiten bieten, als es ein herkömmlicher Broker macht, für den die Anlage in Fremdwährungen via den Foreign Exchange Market nur einen kleinen Bereich seiner möglichen Anlageoptionen bedeutet. Ein besonders bekannter Begriff aus dem Bereich Forex sind Binäre Option – dies bedeutet im Falle von Währungen, dass bei der Anlage auf Währungspaare gesetzt wird und ihre Entwicklung zueinander.

Immobilien als Geldanlage

Für immer mehr Anleger sind Immobilie vielleicht die sicherste Anlageart überhaupt. Gerade die derzeit auch noch niedrigen Bauzinsen befeuern den Immobilienmarkt vielerorts und in Ballungsgebieten ist der Markt nahezu leergegrast. Gerade im Bereich der Privaten Altersvorsorge haben Immobilien wieder eine neue, große Bedeutung gewonnen. Doch wer in Immobilien investiert, der sollte sich vorab mehrere Fragen stellen: soll die Immobilie selbst bewohnt oder vermietet werden? Wenn eine Vermietung ansteht, ist die Region wichtig. Gibt es eine gute Infrastruktur, welche überhaupt dazu führt, dass solvente Mieter gefunden werden können? Auf dem Land, ohne wirkliche Arbeitsplätze drum herum und ohne eine gute Anbindung an den Nahverkehr ist es schwer geworden, Immobilien zu vermieten. Anders sieht es natürlich in den Regionen und Städten aus, in denen Wohnungen und Häuser zur Miete heiß begehrt sind, hier dürfte es kaum ein Problem darstellen, seine erworbene Immobilie zu vermieten.

Geld in Rohstoffe investieren

Eine andere Möglichkeit, bei der Geldanlage auf Sachwerte zu setzen, sind Rohstoffe. Doch hier sollte vielleicht nur der Anleger sein Glück versuchen, der erstens Ahnung hat von diesem Bereich, der gewillt ist, sich immer wieder neu zu informieren, und der drittens das Geld, das er in Rohstoffe investieren will, nicht kurzfristig wieder benötigt. Sonst kann es sein, dass man aus dieser Anlage, beispielsweise in Edelmetalle wie Gold und Silber, nur mit einem hohen Verlust rauskommt, wenn das darin angelegte Geld plötzlich benötigt und damit von den Rohstoffen abgezogen werden muss. Wer jedoch nicht gerade Anlage-Laie ist, der wird mit der Geldanlage in Rohstoffe möglicherweise eine Anlageart finden, die spannender und vielleicht auch vielfältiger ist die meisten anderen Anlageformen. Aber das Risiko schwingt hier eben immer auch mit und sollte nicht unterschätzt werden!

Steuern sparen mit der Geldanlage?

Immer wieder haben sich Anleger in Deutschland mit einem wichtigen Thema finanziell sehr verzockt, dem Steuern sparen mit der Geldanlage. Zwar mag dies auf den ersten Blick durchaus plausibel zu erscheinen, bei der Steuer zu sparen, indem in bestimmte Finanzprodukte oder Sachanlagen investiert wird. Doch nach wie vor sollte dabei auch daran gedacht werden, dass es sich dabei in der Regel um Risikoanlagen handelt. Und wer schon einmal das Wort „Schrottimmobilien“ gehört und sich ein wenig mit dem Thema befasst hat, der weiß längst, dass der Steuerspar-Gedanke durchaus auch zum finanziellen Ruin eines Anlegers führen kann. Deshalb sollte der Sinn einer Anlageart eher nicht der sein, mit der Geldanlage Steuern zu sparen, sondern sein Geld in etwas zu investieren, das letztlich auch einen kleineren oder höheren Ertrag bringen kann, wenn alles gut läuft.

Je höher die mögliche Rendite – desto höher auch das Risiko!

Bei der Geldanlage ist vor allem eines wichtig für Anleger: sie sollten sich des Risikos der von ihnen gewählten Anlagearten bewusst sein. Nur wenige Anlagearten sind wirklich sicher, dies sind diese, die über die Einlagensicherung abgesichert sind. Da diese derzeit jedoch sehr unter dem Niedrigzinsniveau und damit den Minizinsen leiden, ist für viele Anleger wichtig, sich für eine andere Anlageform zu entscheiden, die ein mehr an Rendite bringen, als es derzeit Tagesgeldkonten, Festgelder und Co. bringen können. Doch eines darf dabei nicht vergessen werden: je höher die mögliche Rendite einer Anlageart ist – desto höher auch das Risiko, das der Anleger eingehen muss!

Eine Rücklage als Tagesgeld ist immer wichtig!

Auch wenn die Zinsen für Tagesgeldkonten derzeit nicht gerade als üppig bezeichnet werden können, so spielt das Tagesgeld jedoch immer eine wichtige Rolle für Anleger. Für das Geld, das als Notgroschen auf die hohe Kante gelegt werden soll, kommt niemand wirklich an einem Tagesgeldkonto vorbei. Da als Tagesgeld angespartes Geld schnell wieder abgerufen werden kann, ist diese Art der Anlage für die Bildung von Rücklagen, die kurzfristig verfügbar sein müssen, am besten geeignet.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, in welche Geldanlage es sich derzeit wirklich lohnt zu investieren, haben Sie auch die Möglichkeit einer kostenlosen Geldanlage-Beratung.

Die passende aus rund 50 Geldanlagen wählen

Wenn Sie sich bei der Wahl der passenden Geldanlage nicht sicher sind, hilft der nachfolgende Vergleich von rund 50 Angeboten, den wir Ihnen zusammen mit unserem Partner, der Finanzen.de AG, anbieten:

Bildmaterial: © fotomek – Fotolia