Anlage in Aktienfonds rückläufig

Mittwoch den 5.03.2014

Wie das Deutsche Aktieninstitut heute bekanntgab, gibt es einen alarmierenden Rückgang im Bereich der Fondsanleger. Dies zeigen die Aktionärszahlen des vergangenen Jahres deutlich auf. Während die Zahl der Aktionäre in Deutschland konstant geblieben ist in 2013, gab es einen massiven Rückgang bei der Anzahl der Verbraucher, die in Aktienfonds investieren.

Nur 13,8 Prozent der Bevölkerung setzen auf Aktien oder Aktienfonds

Deutschland ist das Land der Angstanleger. Dies zeigen auch die Zahlen des DAI zu 2013. Nur 13,8 Prozent der Bevölkerung hierzulande setzen bei ihrer Geldanlage auf Aktien oder Aktienfonds, wie das Deutsche Aktieninstitut berechnete. Damit legen gerade einmal 8,9 Prozent der Bundesbürger ihr Geld in Aktien oder Aktienfonds an. Dies ist eine vor allem deshalb erschreckende Zahl, da Deutschland zugleich das Land der Sparer ist – und Sparen und Geldanlage damit hierzulande zur großen Tradition gehören.

 Erster Schritt ist die Wahl der RICHTIGEN Geldanlage

Dafür versenken die Anleger in Deutschland gerne ihr Geld in derzeit niedrig bis sehr verzinsten Anlagen wie in Tagesgeldern, auf Festgeldkonten, auf Sparbüchern oder gar nicht verzinst auf dem Girokonto. Auf Aktienanlagen und in Aktienfonds, die beide bei gutem Gespür deutlich mehr an Ertrag gebracht haben, wie vor allem die letzten Monate gezeigt haben, verzichten viele Bundesbürger indes, mitunter aus Bequemlichkeit, oft aber vor allem aus Angst, ihre Ersparnisse auf diese Art und Weise zu verlieren.

Zahl der Aktionäre konstant – Zahl der Anleger in Aktienfonds stark gefallen

Während die Zahl der Bundesbürger, die direkt in Aktien investieren, gegenüber 2012 gleich geblieben ist, gab es im vergangenen Jahr gegenüber den Zahlen des Vorjahres einen deutlichen Rückgang bei den Fondsanlegern.

Was sind Vor-und Nachteile von Aktienfonds?

Bei den Aktienfonds ging die Zahl der Anleger binnen eines Jahres um rund 600.000 Bundesbürger zurück, wie das DAI heute bekanntgab, was das Deutsche Aktieninstitut zugleich als „Rückschlag für die Aktienkultur“ bewertet. Bei den Anlegern, die auf Aktien direkt setzen, blieb die Zahl indes mit 4,6 Millionen Bundesbürgern auf dem Niveau des Vorjahres.

Wer auf Aktienanlagen verzichtet, verzichtet auf Rendite

Verbraucher, die nur auf „sichere“ Geldanlagen wie Festgeldkonten, Tagesgelder und Co. setzen, bekommen die Niedrigzinsphase immer heftiger zu spüren. Die Eurokrise hat bei der Europäischen Zentralbank gleich mehrfach zur Entscheidung geführt, den für die Entwickelung der Sparzinsen so wichtigen Leitzinssatz zu senken. Während dieser im Juli des Jahres 2008, und damit schon mitten in der Finanzkrise, sogar noch auf 4,25 Prozent erhöht wurde, hat er ab Oktober des gleichen Jahres eine nur kurzzeitig unterbrochene Talfahrt hingelegt.

In der Folge sanken die Sparzinsen nahezu ohne Unterlass und nur mit kurzen Unterbrechungen, bei denen es teilweise wieder Ausschläge nach oben gab. Das Geld auf Spareinlagen zu setzen wurde damit immer mehr zum Minusgeschäft für Sparer, da viele nicht einmal einen Inflationsausgleich mit den Zinsen auf ihre Ersparnisse geschafft haben – und oft erst Recht keine Rendite damit erzielen konnten.

Anders sah es mit den Aktienanlagen aus. Wer auf die richtigen Aktien gesetzt hat, der konnte in den vergangenen Jahren, vor allem aber in den vergangenen Rekordmonaten eine satte Rendite einstreichen, wenn er rechtzeitig gekauft, aber auch rechtzeitig verkauft hat. Dies zeigt, wie wichtig es für Anleger ist, Aktienanlagen nicht grundsätzlich von vorneherein auszuschließen, sondern sich die Möglichkeiten einer solchen Geldanlage genauer anzusehen und erst dann zu entscheiden, ob Aktien, Aktienfonds, Fondssparpläne etc. etwas sind für einen oder eben doch nicht.