Bei der Geldanlage auf das eigene Gespür verlassen?

Dienstag den 10.09.2013

Je mehr Möglichkeiten es gibt, sein Geld anzulegen, desto schwieriger wird es für Verbraucher auch, überhaupt noch den Durchblick zu behalten. Die Zahl der angebotenen Finanzprodukte wird immer größer und oftmals ist das tatsächliche Risiko nur schwer zu erkennen, da es sich hinter einer vermeintlich hohen Rendite verbirgt, die nur allzu gerne in die Irre locken kann. Doch wie sollen Laien dann am besten bei der Geldanlage vorgehen? Sich einen Finanzberater suchen, die ganze Anlagestrategie der Bank überlassen oder sich eben doch auf das eigene Gespür verlassen?

Die nächste Frage dabei, könnte den, der nicht weiß, was er hinsichtlich seiner eigenen Geldanlage und seiner eigenen Ersparnisse tun soll, die Antwort ein Stück näher bringen: wie weit bin ich bereit, als Anleger, Zeit in die Suche nach Informationen zu investieren? Will ich mir diese nicht nehmen, dann bleibt mir kaum etwas Anderes übrig, als mich auf den Berater bei einer Bank oder einen externen Finanzberater zu verlassen – und damit auch wenig Überblick über das tatsächliche Risiko und vielleicht auch alternative Anlagemöglichkeiten mit weniger Risiko zu haben, die dennoch eine vergleichsweise gleich hohe Rendite bringen können. Doch gerade wer Geld anlegt, sollte auch wissen, in welche Produkte er da überhaupt investiert und eben nicht blind vertrauen. Denn gerade dieses zu große Vertrauen hat schon viele Anleger an den Rand einer Pleite oder zum Verlust ihres Vermögens geführt.

Für Anleger ist es deshalb wichtig, sich selbst Gedanken zu machen, und sich zu informieren, wollen sie wirklich den Überblick behalten über ihr eigenes Geld. Dabei braucht man morgens oft nur die einschlägigen Zeitungen aufzuschlagen und die Wirtschaftsnachrichten aufmerksam zu verfolgen. Und dabei zum Beispiel bei der Anlage in Aktien nicht nur auf die Aussagen der Analysten zu achten (auch diese können sich täuschen, wie kürzlich der Rekordsprung der Nokia-Aktie zeigte!), sondern auch auf die weiteren Faktoren. Gerade Wertpapiere sind eine der interessantesten Anlagearten überhaupt, wenn man sich die Zeit dafür nimmt, sich in die Materie einzulesen. Mit einem guten Depotanbieter, der zum Beispiel ein kostenloses Depot mit niedrigen Ordergebühren anbietet, kann sich ein Anleger schon einmal in eine gute Startposition bringen. Und nach und nach dann in Ruhe überlegen, welche Aktien einen Kauf lohnen, welches Risiko man eingehen möchte und wo man eher risikoreicher anlegen möchte.