Tagesgeld – Niedrige Zinsen kontra hohe Liquidität!

Dienstag den 13.08.2013

Immer wenn die Zinsen oder die Rendite bei einer Anlageart sinken, beginnen die Diskussionen darüber, ob sich diese Form der Geldanlage überhaupt noch lohnt. Dies ist derzeit nicht anders beim Tagesgeld, die Zinsen sind niedrig und sinken momentan beständig weiter – und ein Ende der niedrigen Tagesgeldzinsen ist noch lange nicht in Sicht.

Für viele Sparer bedeutet dies im Moment vor allem eines: dass sie aufgrund der wieder steigenden Inflationsrate UND der niedrigen Sparzinsen in eine negative Realverzinsung gerutscht sind. Und entsprechend wird kritisiert, gemurrt und oftmals das Geld einfach nur noch auf dem Girokonto belassen, anstatt es auf ein Tagesgeldkonto zu legen. Dabei wird nach wie vor oftmals nicht der Sinn eines Tagesgeldkontos verstanden. Denn dieser liegt nicht in den hohen Zinsen, sondern darin, dass für täglich fällige Einlagen Zinsen gezahlt werden und diese nicht zinslos auf einem Konto verbleiben.

Das bedeutet vor allem eines: Tagesgeld dient nach wie vor dazu, die Liquidität eines Unternehmens wie auch einer Privatperson zu sichern, mit Geld, das zu Zinsen angelegt werden kann, aber auch jederzeit wieder zur Verfügung steht. Betrachtet man dazu auch noch die Tagesgeldzinsen, ist dies für diese Form der Geldanlage eine alles andere als schlechte Verzinsung.

Beim Geld anlegen sollte deshalb neben der Höhe der Zinsen immer auch darauf geachtet werden, wie hoch das Risiko einer Anlageart ist, und wie schnell das so angelegte Geld wieder verfügbar ist. Bei beidem gibt es nur Vorteile für das Tagesgeld, es ist zumindest bis zur Einlagensumme von 100.000 Euro EU-weit sicher. Und es ist täglich, und damit schnell verfügbar.

Nur Kritik zu üben, ist oft einfach. Viel wichtiger ist es für ernsthafte Sparer, sich die jeweilige Anlageform genau anzusehen und dann abzuwägen, ob die Zinsen auch dem entsprechend, was diese Anlageart bietet. Und daraufhin kann dann entschieden werden, ob sich eine Form der Geldanlage nicht lohnt – oder eben doch.