Steuern sparen: Warum die Basisrente die bessere Riester Rente ist

Donnerstag den 15.05.2014

Rentner mit passender AltersvorsorgeDer Stichtag für Selbständige naht, an dem sie ihre Einkommenssteuererklärung für das Vorjahr abgeben müssen. Für viele ist es dabei wichtig, Posten in ihrer Steuererklärung für 2013 zu haben, mit denen sie ihre Steuerlast absenken können. Nur ein Punkt wird dabei oft vernachlässigt, als Faktor der Steuerersparnis: die Private Altersvorsorge.

Dies hat auch einen einfachen Grund: Viele Selbstständige wie auch Freiberufler denken, für sie gibt es eine solche Altersvorsorge gar nicht, da sie nicht, wie Angestellte, in die Riester Rente einzahlen können. Oder aber es wird vorgeschoben, dass sich eine private Vorsorge für´s Alter finanziell nicht rechnen würde aufgrund der bereits seit Jahren stetig sinkenden Zinsen.

Wer braucht schon die Riester Rente?

Die Riester Rente sollte einstmals dazu dienen, freiberuflich Tätige und Selbständige eine Private Altersvorsorge und damit Absicherung für die Rente zu ermöglichen. Trotz der Pläne ging die Sache damals voll daneben, die Riester Rente kam – jedoch nur für Angestellte, Selbstständige und Freiberufler blieben dabei außen vor.

Aber ein paar Jahre später war es dann doch endlich soweit: die auch als Rürup Rente bekannt gewordene Basisrente kam. Und wieder wurde Kritik laut, gab und gibt es doch für die Basisrente anders als bei der Riester Rente keine unmittelbare Förderung vom Staat.

Doch wer braucht schon die Riester Rente mit ihrer staatlichen Direktförderung, wenn es die Basisrente gibt, die sich letztlich für Selbstständige viel mehr rechnen dürfte. Denn so wird die Rürup Rente zwar nicht unmittelbar gefördert, dafür mittelbar – über die Senkung der Steuerlast. Und genau hier zeigt sich dann eines: Wer braucht schon die unmittelbare Förderung über die Riester Rente, wenn die mittelbare Förderung über die Steuererleichterung möglicherweise sogar viel sinnvoller ist.

Was Sie über die Altersvorsorge wissen sollten

Bei der Basisrente Förderung höherer Beträge

Wer glaubt, die Basisrente lohnt sich nicht, der hat sich vermutlich noch nicht wirklich mit der möglichen Steuerersparnis durch einen Abschluss eines Rürup Vertrags befasst. Während bei der Riester Rente nur ein bestimmter Betrag angerechnet wird bis zum Erreichen der Höchstförderung, derzeit sind dies maximal 2.100 Euro im Jahr, sieht dies bei der Basisrente deutlich besser aus.

Zwar erhalten die Versicherten über die Rürup Rente nicht die direkte Förderung durch die Zulagen des Staates (bei Erreichen des Höchstbetrags liegt diese bei 154 Euro), dafür können die Sparer, die einen Vertrag über eine Basisrente haben, maximal sogar bis zu 20.000 Euro anlegen, der dann vom Staat mittelbar über die Steuerersparnis gefördert wird. Bei Verheirateten liegt der Höchstbetrag mit 40.000 Euro sogar doppelt so hoch.

Prozentuale Absetzbarkeit als Sonderausgaben steigt Jahr für Jahr

Als die Basisrente im Jahr 2005 eingeführt wurde, war eine Absetzung in der Einzahlphase als Sonderausgabe mit 60 Prozent möglich. Doch dabei blieb es nicht, Jahr für Jahr steigt diese prozentuale Absetzbarkeit der Beiträge zur Rürup Rente weiter an, um jeweils zwei Prozent. Ab 2020 um jeweils ein Prozent. Für das Jahr 2012 waren demnach 74 Prozent möglich, für das Jahr 2013 dann schon 76 Prozent.

Ab 2025 werden die Einzahlungen in die Basisrente dann sogar zu 100 Prozent von der Steuer absetzbar sein, was gerade für finanzielle Planungen auf mittlere und lange Sicht durchaus interessant für Selbständige und Freiberufler sein dürfte.

Hohe Steuerlast schmälern durch die Basisrente

Je mehr Steuern gezahlt werden müssen, desto eher lohnt sich eine Private Altersvorsorge mit der Rürup Rente. Leider wurde auch bei dieser Form der Altersrente das Miteinbeziehen der Geringverdiener vergessen, die es auch und gerade unter den Freiberuflern und Selbstständigen gibt. Doch wer ein hohes Einkommen und damit eine hohe Steuerlast hat, der kann entsprechend gut von der Basisrente profitieren.

Denn wer dann den höchstmöglichen Betrag einzahlt, um seine mittelbare Förderung vom Staat zu erhalten, der mindert natürlich seine Steuerlast auch entsprechend um den anrechenbaren Betrag. Und so rechnet sich die Basisrente bzw. Rürup Rente dann dementsprechend, wenn der voller Betrag eingezahlt wird in den Vertrag – egal ob die Zinsen für den Vertrag selbst dann hoch sind oder nicht.

Dennoch ist es empfehlenswert, vor dem Abschluss eines solchen Vertrags bzw. vor dem Einzahlen in den privaten Rentenvertrag durchzurechnen, ob sich die Basisrente auch wirklich lohnt für einen selbst. Denn neben der Steuerersparnis sollte auch immer die Steuerbelastung gesehen werden, die auch für die Basisrente gilt, sobald diese in die Auszahlung kommt. Dabei war im Jahr 2010 ein Anteil von 60 Prozent der ausgezahlten Rente (Gesetzliche Rente, Riester Rente wie auch Rürup Rente) zu versteuern, in den Folgejahren stieg die Last um jeweils zwei Prozent an, ab 2020 dann um jeweils ein Prozent, hier ist die volle Belastung jedoch erst im Jahr 2040 erreicht, nicht wie die steuerlich zu 100 Prozent anrechenbare Entlastung, die bereits ab 2025 gilt.

Weitere Vorteile der Basisrente

Doch neben der mittelbaren staatlichen Förderung durch das Senken der Steuerlast bietet die Rürup Rente noch zwei weitere wichtige Vorteile, die nicht außer Acht gelassen werden sollten. Zum einen ist dies die Abgeltungssteuer, die nicht auf Erträge aus der Basisrente anfallen – was gerade angesichts der Thematik der niedrigen Zinsen, die es derzeit für Spareinlagen gibt und für die dann auch noch Abgeltungssteuer zu berappen ist, ein sehr wichtiger Punkt sein dürfte, der für diese Form der Privaten Altersvorsorge spricht.

Zum anderen ist die Basisrente zumindest in der Einzahlphase bzw. Ansparphase nicht pfändbar und wird im Falle einer Pleite auch nicht in die Insolvenzmasse eingerechnet. Dies bedeutet auch, dass weder die Agentur für Arbeit noch das Sozialamt in dieser Zeit des Ansparens in die Private Altersvorsorge Zugriff auf das in den Vertrag eingezahlte Geld haben.

Die Basisrente macht damit gleich in mehrerer Hinsicht Sinn für Selbstständige und Freiberufler, wenn sie sich entsprechend durchgerechnet haben bzw. durchrechnen haben lassen, ob sich die Steuerersparnis durch den Rentenvertrag auch wirklich rechnet. Lohnt sich dies, dann ist die Basisrente durchaus eine sehr gute Möglichkeit, Geld für die Private Altersrente anzusparen und zugleich zumindest in der Einzahlphase einen Pfändungsschutz auf dem Vertrag zu haben.

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