Eine Alternative zur Lebensversicherung finden?

Dienstag den 6.08.2013

In den letzten Jahren gab es gleich mehrere Senkungen des Garantiezinses für Lebensversicherungen, für die Riester Rente und die Basisrente. Inzwischen sind gar mehrere Lebensversicherer dazu übergegangen, Verträge anzubieten, in denen gar kein Garantiezins mehr enthalten ist – stattdessen die mehr oder minder gute Möglichkeit, eine höhere Rendite zu erhalten. Nicht garantiert wohlgemerkt. Seit es immer wieder Einschnitte bei der Steuerfreiheit der Lebensversicherungsverträge gab, hat sich für viele Bürger, die auf der Suche nach einer guten Altersvorsorge sind, immer mehr die Frage gestellt, ob es nicht besser ist, sich nach einer Alternative zur Lebensversicherung umzusehen.

Doch dies ist möglicherweise leicht gesagt als getan angesichts der derzeitigen Zinsverhältnisse in Deutschland. Seit die Europäische Zentralbank immer weiter an ihrem Leitzins geschraubt hat, inzwischen steht dies gar auf nur noch 0,50 Prozent, sind die Zinsen für sichere Anlageprodukte immer mehr in den Keller gefallen. Dies bedeutet, es wird für Verbraucher zunehmend schwerer, eine gut verzinste und trotzdem sichere Anlageart zu finden. Gerade bei der privaten Altersvorsorge macht sich dies bemerkbar. Die Riester Rente, die zwar als Idee grandios war, dafür im Alltag und in der Umsetzung wenig taugt, sorgt immer wieder für Schlagzeilen wegen der mangelnden Transparenz der meisten Riester Renten Verträge und der zugleich immens hohen Kosten.

Andere Anlagearten sind indes nicht staatlich gefördert und zudem auch nicht unbedingt transparenter als Riester Rente und Co. Für den Sparer, der sein Geld für die private Altersvorsorge zurücklegen möchte, wird es deshalb immer wichtiger, sich ganz genau zu überlegen, wie er auf der einen Seite sein Geld sicher anlegen kann – und auf der anderen Seite noch genug Rendite erhält, damit die Zinsen nicht von der Inflationsrate aufgefressen werden und es zu einer negativen Realverzinsung führt (siehe die Statistik auf Tagesgeldvergleich.net).

Deshalb ist es wichtig, darüber nachzudenken, ob eine Mischung nicht vielleicht besser wäre als eine kapitalbildende Lebensversicherung, die zugleich nicht gerade wenig Kosten aufwirft. Das bedeutet: für die Vorsorge der Angehörigen im Todesfall wird eine Risikolebensversicherung abgeschlossen. Und für die eigene private Altersvorsorge werden die Gelder, die anlegt werden sollen, aufgeteilt auf mehrere verschiedene Anlagearten, von sicher mit je nach eigenem Wunsch niedrigerem bis höherem Risiko. Ein Policendarlehen oder der Verkauf einer Lebensversicherung können bei zu geringer Rendite auch eine Möglichkeit sein, an das im Vertrag gebundene Kapital heranzukommen, um es sinnvoller einzusetzen.