Wertpapierdepot für Kinder eröffnen

Mittwoch den 4.09.2013

Nicht jeder Anleger möchte für seine Kinder nur auf einem Sparbuch Geld zurücklegen. Gerade angesichts der derzeitigen Niedrigzinsphase ist dies auch nur allzu verständlich. Immer mehr suchen deshalb nach Alternativen zu Sparkonten, um für ihre Kinder (und Enkelkinder) auf lange Frist Geld anzulegen – sei es für die Ausbildung oder das Studium, oder damit das Kind anderweitig flüssig ist, wenn es in das gewünschte Alter kommt. Hier bietet sich durchaus an, ein Wertpapierdepot für Kinder anzulegen, um langfristig eine Geldanlage zu haben, die durchaus einiges an Rendite abwerfen kann über die Jahre hinweg.

Bei der Eröffnung eines Depots für das eigene Kind ist es wichtig, vorab bei den Anbieter nachzusehen, ob diese überhaupt Wertpapierdepots für Minderjährige anbieten.  Je nach Bank gibt es mittlerweile so genannte Juniordepots, die mitunter auch kostenlos geführt werden können, und über die beispielsweise Fondssparpläne abgeschlossen oder Aktien gekauft und verkauft werden können.

Wichtig ist bei dem Wertpapierdepot für Kinder, dass es auf den Namen des Kindes angelegt werden kann, und nicht auf den Namen der Eltern abgeschlossen werden muss. Nur so sind die Erträge, die über das Depot erwirtschaftet werden, auch mit dem Sparerpauschbetrag für das Kind bis zu einem Ertrag von 801 Euro auch steuerfrei. Ansonsten wird es über den Pauschbetrag der Eltern berechnet, und es wird, bei Überschreiten dieses Betrags (oder über 1.602 Euro bei Verheirateten), Abgeltungssteuer fällig.

Dies ist jedoch nicht der Fall, wenn das Depot direkt für das Kind und auf dessen Namen abgeschlossen wird. Die Rendite ist dann bis zu der genannten Summe von der Abgeltungssteuer befreit. Erst bei Überschreiten des Sparerpauschbetrages werden über die Erträge, die über 801 Euro liegen, Steuern fällig. Deshalb ist es auch wichtig, möglichst gleich bei der Depoteröffnung an den Freistellungsauftrag für die Abgeltungssteuer zu denken.

Wichtige Unterlagen, die für die Depoteröffnung für das Kind benötigt werden: der Personalausweis des Kontoeröffnenden, eine Kopie der Geburts- oder Abstammungsurkunde des Kindes. Bei Verheirateten, die unterschiedliche Nachnamen haben, wird zudem eine Kopie der Urkunde von der Heirat benötigt. Bei Alleinerziehend wird indes ein Nachweis darüber benötigt, dass die Person, die das Konto eröffnet, das alleinige Sorgerecht hat.

Über einen Depotrechner können Sie entsprechende Juniordepots finden. Danach geht es dann meist recht schnell mit der Depoteröffnung. Bei Direktbanken wird dabei das Postident-Verfahren als Nachweis der Identität genutzt, bei Filialbanken können Depots direkt in den Filialen eröffnet werden, je nach Wunsch auch mit Beratung. Wichtig ist bei der Suche nach dem richtigen Wertpapierdepot für Kinder vor allem eines: die Kosten müssen stimmen und das Preis-Leistungs-Verhältnis muss passen.