Steigende Inflationsrate lässt Anleger umdenken

Mittwoch den 31.07.2013

Gestern gab das Statistische Bundesamt die voraussichtliche Inflationsrate für den Juli 2013 bekannt. Inzwischen liegt der Anstieg der Verbraucherpreise damit bei 1,9 Prozent, ein Ende der Preissteigerungen ist noch lange nicht in Sicht. Für Anleger bedeutet das weitere Ansteigen der Inflationsrate, die vor allem den drastisch steigenden Lebensmittelpreisen geschuldet ist, ein Umdenken, in welche Richtung sie überhaupt noch gehen wollen mit ihrem Geld.

Denn Geld sparen und anlegen wird für viele immer mehr zur Zerreißprobe zwischen Sicherheitsdenken und Renditeorientierung, und wer sich nicht schon vorher überlegt, was ihm eigentlich am Wichtigsten ist, der wird bei der Geldanlage auch in den kommenden Monaten und Jahren immer wieder verunsichert sein.

Geldanlage und Sicherheit

Beim Anlegen geht die Frage nach dem Wunsch der Sicherheit oft weit auseinander. Während ein Teil der Anleger sein Geld vollkommen sicher etwa in Form von Tagesgeld oder Festgeld anlegen möchte, sind andere Anleger sehr risikofreudig und gehen bei der Jagd nach der höchstmöglichen Rendite auch durchaus sehr hohe Risiken ein – etwa indem Sie mit Binären Optionen spekulieren. Wenn es hart auf hart kommt, bedeutet dies aber auch, dass der größte Teil des angelegten Geldes, wenn nicht gar alles, verpulvert wurde durch die Risikoanlage.

Deshalb sollten Anleger schon frühzeitig darüber nachdenken, wie wichtig ihnen auf der einen Seite die Sicherheit ist, und wie hoch das Risiko sein kann, das sie auf der anderen Seite vielleicht eingehen möchten. Nur als zweiter Punkt kommt dabei dann oftmals die Rendite zum Tragen, deren Möglichkeiten, oder eben Unmöglichkeiten, von selbst ergeben aus dem Streben nach Sicherheit oder aber der Suche nach dem Risiko und vielleicht dem "Kick" bei der Geldanlage. Eine gute Kombination aus Sicherheit und Rendite kann zum Beispiel ein Fondssparplan sein, bei dem in Mischfonds investiert wird. Mehr dazu hier.

Inflationsausgleich wird immer schwieriger

Die erneut hohe Inflationsrate bringt es mit sich, dass es immer schwerer wird für Anleger, den Anstieg der Verbraucherpreise zu stemmen und trotzdem noch eine Rendite zu erwirtschaften. Wer heutzutage sicher spart, der fällt inzwischen fast immer unter die Inflationsrate mit der Verzinsung für seine Ersparnisse und landet damit bei einer negativen Realverzinsung. Das bedeutet, dass nur die Sparer und Anleger, die derzeit bereit sind, ein mehr oder minder hohes Risiko bei ihrer Geldanlage, beispielsweise mit der Anlage in Wertpapiere, einzugehen, auch wirklich einen Ausgleich der Inflation erreichen können.

Auf die Zinswende warten

Wer indes kein Risiko eingehen möchte, weil er beispielsweise nicht so viel Geld hat, um es auf die hohe Kante zu legen, oder wer aus persönlichen Gründen einfach risikoscheu ist, dem bleibt nichts Anderes übrig, als auf die Zinswende zu warten. Diese wird kommen, aber eher früher als später, dennoch sollte kein Risiko eingegangen werden bei der Geldanlage, wenn man dies nicht auch selbst möchte. So ist es vielleicht dann am empfehlenswertesten, sein Geld zu splitten und es bei zwei verschiedenen Banken einmal als Tagesgeld und einmal als Festgeld anzulegen – um auch noch höhere Summen auch noch über die Einlagensicherung abgedeckt zu wissen.