Facebook-Aktie stürzt ab – Wie viel ist das Internet wirklich wert?

Montag den 20.08.2012

Er kam, sah – und siegte nicht. Mark Zuckerberg, der Gründer und Chef von Facebook, muss zusehen, wie seine Aktie baden geht. Facebook ist vor nicht allzu langer Zeit an die Börse gegangen und erlebt nun ein Fiasko, der Aktienkurs rutschte mittlerweile sogar unter die 20 Dollar. Damit zeigt sich vor allem eines: das Internet an sich ist weniger wert, als es gemacht wird. Facebook ist eine Social Media-Plattform, die ihr Geld damit verdienen will, dass Werbung auf ihr gebucht wird.

Das Problem sind dabei jedoch nach wie vor die Nutzer der Online-Plattform, die über Mobiltelefone wie Smartphones in das Internet gehen. Sie sind mit Werbung nicht zu erreichen, da Facebook nach wie vor kein passendes Werbekonzept für die zunehmende Zahl der mobilen Nutzer gefunden hat. Immer mehr Aktionäre werfen nun ihre Facebook-Aktien auf den Markt, um wenigstens noch einen Teil von dem Wert zu bekommen, den der Ausgabepreis beim Börsengang ursprünglich hatte. Der Weg an die Börse erweist sich für Facebook immer mehr als ein Desaster, das auf gewisse Art und Weise auch zeigt, dass mit dem Internet über eine Social Media-Plattform nur bedingt Geld zu verdienen ist.

Sollte Facebook nicht bald neue Möglichkeiten der Werbung finden, wird das Schiff wohl noch weiter untergehen und noch mehr Aktionäre werden ihre Anteile verkaufen, um nicht noch höhere Verluste hinnehmen zu müssen. Ein Unternehmen, das nur auf dem Papier viel wert ist, kann sich dabei schnell als Schaumschloss erweisen, dass zwar im Internet eine große Bedeutung haben mag, im realen Leben jedoch deutlich weniger wert ist.

Geldanlage in Aktien muss jedoch bei weitem nicht immer so dramatisch und mit einem Abwärtstrend verlaufen. Die Anlage in Wertpapiere kann durchaus auf Zeit gesehen durchaus lohnenswert sein. Experten raten jedoch häufig dazu, nur das Geld in Aktien oder Aktienfonds anzulegen, das über die nächsten Jahre nicht gebraucht wird, um nicht in der Not Aktien unter Wert verkaufen zu müssen.