Geldanlage fürs Kind

Geldanlage für Ihr Kind – was ist geeignet, was nicht, worauf sollten Sie achten?

Es ist eine romantische aber unrealistische Vorstellung, dass Kinder nur durch Liebe und Fürsorge zu einem großen, starken und erfahrenen Menschen heranwachsen, der irgendwann auf eigenen Beinen stehen wird. Dabei steht Zuneigung natürlich in der Erziehung eines Kindes an aller erster Stelle: nur jenes Kind ist glücklich, was auch von ganzem Herzen geliebt wird.  Dennoch leben wir im Zeitalter des rasanten Wandels, was nicht immer etwas Schlechtes bedeuten muss. Flexibel sollten wir jedoch bleiben und mit der Zeit gehen, d.h. einmal mehr vorausschauend für die Zukunft unserer Kinder vorsorgen, denn diese liegt immer mehr im Ungewissen. Nicht, dass jemals mit Sicherheit in die Zukunft geschaut werden konnte aber gesellschaftliche Integration durch gute Bildung ist heute wichtiger denn je. Und genau dieses Grundrecht eines jeden Menschen auf Bildung ist teuer geworden. Und dies ist nur eine Sache von vielen. Daher sollten Eltern nicht nur mitdenken, sondern zudem vorausdenken. Sie kennen die finanziellen Hürden am besten, die Ihr Kind einmal bewältigen wird. Wir wollen nicht den Teufel an die Wand malen, wenn wir über den Fakt sprechen, dass Kinder relativ kostspielig (zumindest in Relation zum gegenwärtigen Preis- versus Verdiensttrend) geworden sind oder zumindest die grundlegenden Dinge, die man ihnen bieten möchte bzw. sollte. Anfänglich sind es nur "Kleinigkeiten" wie Schnuller und Windeln… Schließlich kommen die Kosten für Krippen- bzw. Kindergartenplätze hinzu. Nach den verlorenen Milchzähnen und dem ersten Zahnarztbesuch folgt die Empfehlung  zur Zahnspange usw. Die Schule möchte Klassenfahrten mit ihren Schülern machen und Schulmaterialkosten müssen beglichen werden … und kurz bevor der junge Mensch das Familienheim verlässt, äußert er vielleicht den Wunsch des Führerscheins oder sogar den eines eigenes Autos? Zu guter Letzt sollte man seinen Zöglingen jedoch unbedingt die Chance auf eine solide Ausbildung ermöglichen, welche die Grundlage schafft, dass Ihre Kinder wiederum Ihren Enkeln ähnliche Werte bzw. Lebensformen vermitteln können wie Sie dies bereits nach besten Wissen und Gewissen taten.

Wir möchten Sie nicht mit nackten Zahlen erschrecken, Ihnen diese aber an der Stelle auch nicht vorenthalten. Experten haben die ungefähren Kosten, die auf Eltern zukommen von der Geburt eines Kindes bis zum ersten selbstverdienten Geld kalkuliert, diese sind vergleichbar mit den Kosten für ein Eigenheim. Dem aber noch kein Ende … die teuerste Phase ist jene der Ausbildung, dabei ist die Ausbildungs- bzw. Studienrichtung vollkommen egal. In diesem Zeitraum entstehen Kosten von 25.000 Euro bis 100.000 Euro, herausgerechnet sind dabei schon Studiengebühren oder evtl. Auslandsaufenthalte. (vgl. www.oekotest.de, "Geldanlagen für Kinder", Mai 2012) Aus diesem Hintergrund heraus hat sich unsere Redaktion die Mühe gemacht, sich einmal ausführlicher mit verschiedenen finanziellen Vorkehrungen bzw. Sparplänen auseinander zu setzen. Auf unserem Portal www.geldanlage-vergleich.org  finden Sie wertvolle Tipps zur finanziellen Vorsorge für Ihre Kinder. Zudem können Sie verschiedene Geldanlagen im Detail gegenüberstellen und entsprechende Konditionen miteinander vergleichen. Im Folgenden stellen wir Ihnen verschiedene Geldanlage-Optionen vor, die im Hinblick auf die Zukunft Ihres Kindes interessant sein könnten.

Sparmodelle für Kinder – Was ist geeignet und was nicht?

Es ist zum Trend geworden Kindern heutzutage Geldgeschenke zu machen. Wohin jetzt mit den gesammelten Scheinchen? Irgendwie anlegen oder sparen? Wir verraten ein paar einfache Wege wie Geld anlegen leicht gemacht wird. Was einmal Sachgeschenke waren, sind heute Sparkonten oder andere Geldanlagen. Mit dem entsprechenden "Know-How" ist das eine richtig gute Sache! Clevere Geldanlagen, das richtige Sparverhalten oder zumindest ein guter Umgang mit Geld sorgen dafür, dass Geldgeschenke der Großeltern sogar einen ideellen Wert bekommen. Die Zukunftsvorsorge Ihres Kindes kann somit beginnen! Denn ein "Scheinchen" in das Sparschwein zu stecken ist sinnvoller, als ein eher unzweckmäßiges Geschenk abzulegen und irgendwann zu vergessen.

Geldanlage für Kinder

Geld anlegen – leicht gemacht

Wir raten Ihnen: legen Sie das Geld Ihrer Kinder lieber frühzeitig sinnvoll an. Sparkonten z.B. können bereits schon für Kinder im Babyalter mit einem geringen monatlichen Beitrag eröffnet werden. Klar ist natürlich: umso eher auf das Konto eingezahlt wird, desto höher fallen endgültige Sparbeträge und Renditen aus. Geeignete Optionen wären in diesem Fall Tagesgeld-oder Festgeldkonten. Sie sind eine gute Alternative zum Girokonto. Ferner haben Banken längst den steigenden Bedarf nach Kindersparkonten erkannt. Die Ehapa Kids-Verbraucheranalyse spricht von 3,8 Milliarden Euro Sparguthaben, die unsere Sechs- bis Dreizehnjährigen bereits angehäuft haben, neben den 2,6 Milliarden Euro, die sich aus Taschengeld und anderweitigen Geldgeschenken ergaben. (www.welt.de, 10/09/2009, "Das sind die besten Konten für Kinder", Sabine Schmitt) Dazu gesellt sich die Tatsache, dass Kinder natürlich die Kunden von morgen sind. Damit einhergehend werben Banken regelrecht offensiv um ihre neu entdeckte Zielgruppe mit finanziellem Potenzial. Bei Konteneröffnungen werden die Kleinen mit Lego-Sets, Spielen oder anderweitigen Anreizen gelockt. Der kleine Kunde von Morgen wird König. Liebe Eltern, lassen Sie sich und Ihre Kinder nicht allzu sehr von diesen Angeboten locken, achten Sie lieber auf die Konditionen für diese Kinderkonten.

Aber Sparen für Kinder liegt im Trend. Gute Gründe dafür gibt es wie Sand am Meer. Das Thema "Bildung" allein ist zu einer kostspieligen Angelegenheit geworden: hohe Studiengebühren, die Finanzierung des Studienlebens etc. Ebenso die Kosten für private Ausbildungen sind gestiegen und so kann das Rad weitergesponnen werden. Ach… wenn es doch nur eine Spinnerei wäre!

Hat man sich für die Methoden des Sparkontos, egal welcher Art, entschieden, sollte gründlich abgewogen werden, welches Modell für Ihre Situation geeignet ist. Das wiederum ist kein Kinderspiel. Es gibt zahlreiche Unterschiede, beginnend bei der Verfügbarkeit der Sparsumme, der Laufzeit, den Zinsen, die Frage nach Tagesgeld- oder Festgeldkonto oder einem Sparbrief, vielleicht sogar ein Fonds? Optionen gibt es viele, demnach unsere Bitte: schauen Sie genau hin! Interessant ist dabei, dass bei Kindersparkonten der Sparerfreibetrag gilt. D.h. Kapitalerträge bis zu 801 Euro im Jahr können mit einem eigenen Freistellungsauftrag von der Kapitalertragssteuer befreit werden.

Sparmodell: Sparbuch

Das klassische Sparbuch gilt als risikoärmste und einfachste Geldanlageform. Das Sparbuch unterscheidet sich nur in zwei wesentlichen Punkten vom Tagesgeldkonto. Das betrifft zum einen die Handhabung und zum anderen den Zinssatz, der sehr gering ausfällt und im Durchschnitt bei gerade einmal einem Prozent Zinssatz liegt. Das Prinzip bleibt jedoch dasselbe. Auf das angelegte Geld werden Zinsen gutgeschrieben, weiter besteht die Option während der Laufzeit auf Ersparnisse zurückgreifen zu können. Das Sparbuch gilt unter den Anlageformen von jeher als Klassiker und zählt neben dem Tagesgeld zur ersten Sparmöglichkeit der sparbewussten Deutschen. Vor allem ist es geeignet, wenn die Spardose Ihres Kindes geleert werden soll, es sich aber mehr oder weniger um eher "kleinere Summen" handelt. Dennoch: Zeit ist Geld und über die Jahre, kann schon ein beträchtliches Vermögen angehäuft werden.

Das Mäusekonto der Hamburger Sparkasse

In der ARD Börse wird bspw. besonders das Mäusekonto der Hamburger Sparkasse gelobt. Dieses bietet derzeit jährliche Sparraten bei attraktiven Zinsen. Diesen Zinssatz gewährt man dem Sparer allerdings nur bis zu seinem 14. Lebensjahr. Geschützt sind diese Sparraten über die gesetzliche Einlagensicherung und den Bundesverband deutscher Banken. Gerade die örtlichen Sparkassen sind es, die schon Neugeborene mit Gutscheinen beschenken, welche dann bei Eröffnung eines Sparbuches gutgeschrieben werden.

Es existieren heute bereits einige Finanzunternehmen, die neben der Eröffnung eines Sparkontos gleichzeitig auch die Gewährleistung eines begleiteten Sparplanes vorschlagen. Damit einhergehend werden Monatsbeiträge vorgeschlagen, die dann von der Bank automatisch eingezogen werden. D.h. Sie sparen in diesem Punkt sehr zielsicher. Die meisten Sparkonten laufen mit Kündigungsfristen, die zu beachten sind. Es kann vorkommen, dass über den angesparten Betrag erst zum Ende der Anlagedauer verfügt werden kann. Diese Form der Anlage ähnelt dem Festgeldkonto. In solchen Fällen sprechen Sie am besten mit dem zuständigen Ansprechpartner in Ihrer Bank.

Allgemeinhin muss man an dieser Stelle aber anmerken, dass Sparkonten durch ihre häufig sehr geringe Verzinsung, abgesehen vom genannten Beispiel, heute nicht mehr als erste Sparanlage empfohlen werden. Sparkonten sind ein wenig "in die Jahre gekommen".

Festgeldkonto

Bei Geldanlagen wie Festgeldkonten muss man beachten, dass die finanziellen Einlagen für einen bestimmten Zeitraum nicht für die Anleger verfügbar sind. Das Geld, wie es der Name bereits sagt, liegt fest auf dem Konto.  Es können während der Laufzeit keine Aufstockungen des Anlagebetrages vorgenommen werden. Durch diese Einschränkungen fallen die Zinsen bei Festgeldkonten jedoch meist sehr viel höher aus als bei Tagesgeldkonten. Gerade für Erziehungsberechtigte, die langfristig eine finanzielle Sicherheit bzw. zukünftige Vorsorge für Ihr Kind planen, ist diese Form der Geldanlage durchaus zu überdenken und empfehlenswert.  Sollte man aus unerwarteten Gründen plötzlich über das eigene Geld verfügen müssen, muss in solchen Fällen häufig mit einem Zinsabschlag oder eine Gebührenzahlung gerechnet werden. Zudem setzen Festgeldkonten eine bestimmte Anlagesumme bei der Eröffnung voraus. Diese differiert zu teils stark. Umso geringer die Anlagesumme ist, desto niedriger fällt die Verzinsung aus. Bei längeren Laufzeiten dagegen, beginnend mit 24 Monaten bis zu circa zehn Jahren, kann man im Idealfall, langfristig gute bis sehr gute Gewinne durch Zinsen erzielen. Beachten Sie aber, dass es sich bei Festgeldkonten für Ihre Sprösslinge um mündelsichere Anlagen handeln muss. D.h. die Inhaberschaft des Festgeldkontos sollte direkt auf den Namen des Kindes geschrieben werden. Das Geld kommt dann in jedem Fall, egal was zwischenzeitlich passiert, dem Kinde zu Gute. Zudem sind Wertverluste ausgeschlossen. Festgesetze Regelungen zu mündelsicheren Anlagen für Kinder finden Sie im BGB § 1806.

Das Prinzip der Eröffnung eines Festgeldkontos ist ähnlich wie beim Tagesgeld. Es bedarf der Einverständniserklärung zum Konto durch die Erziehungsberechtigten, die dies mit ihrer Unterschrift bestätigen müssen. Inhaber bleibt das Kind.

Tagesgeldkonto

Tagesgeldkonten werden in der Regel als "lukrativ" und flexibel beschrieben, weil über die Anlagesumme jederzeit verfügt werden kann. Tagesgeldkonten werden von bestimmten Banken derzeit besonders für Kinder beworben. Dazu empfiehlt die ARD Börse das Tagesgeldkonto der ING-DiBa mit seinem kostenfreien Extra-Junior Konto. Dabei sind Frequenz und Höhe von Einzahlungen während der Laufzeit beliebig, da diese Einlagen über gesetzliche Einlagensicherungsmechanismen abgesichert sind.

Bei der Eröffnung von Tagesgeldkonten für Kinder wird ebenso, wie bei fast jeder Geldanlage für Minderjährige, die Zustimmung der Eltern verlangt. Das Tagesgeldkonto ist in seiner Struktur vergleichbar mit dem Sparbuch oder dem ersten Girokonto. Entscheiden Sie sich als Eltern zu einer solchen Form der Geldanlage für Ihr Kind, sollten Sie sicher sein, dass Einigkeit zwischen allen Beteiligten darüber herrscht, dass das eingezahlte Geld nur dem Kind zukommt bzw. speziell für das Kind angelegt wird und nicht anderweitig eingesetzt werden darf. Es gab in der Vergangenheit wiederholt Fälle, in denen Erziehungsberechtigte den Versuch unternahmen über Konten für ihre Kinder, Zinserträge steuerfrei einzustreichen. Davon raten wir Ihnen dringend ab! Eine solche Handlung wird als Gestaltungsmissbrauch behandelt und führt zu horrenden Nachzahlungen. Gewinnen können Sie damit rein gar nichts, viel mehr verlieren Sie dabei! Solange der Zinsgewinn in die Taschen Ihres Kindes fließt, ist es vollkommen gleich, von wem das Konto gefüttert wird.

Natürlich gibt es neben den genannten Geldanlage-Optionen weitere Möglichkeiten langfristig finanziell für den eigenen Nachwuchs vorzusorgen. Dazu empfehlen wir Ihnen einen Blick auf unser Portal www.geldanlage-vergleich.org zu werfen. Bei uns finden Sie zahlreiche Möglichkeiten finanzieller Vorsorgeoptionen mit Hilfe diverser Geldanlagen und das auch nicht nur für Ihre Kinder, sondern ebenso für Sie selber. Wer bspw. darauf abzielt, Renditen bei Geldanlagen für den Nachwuchs zu gewinnen, der sollte eher auf Fondsprodukte setzen.
Man sieht also, Möglichkeiten gibt es unendlich viele, man muss sich nur genau Gedanken machen, was man mit der Geldanlage für den Nachwuchs erreichen möchte. Abraten können wir jedoch von der Idee mit dem Geld der Kinder an der Börse zu spekulieren. In diesem Fall würden wir unseren Kindern zum einen ihr Mitspracherecht nehmen und zum zweiten wäre es kaum vorstellbar wie ein 6jähriges Kind an der Börse spekuliert. Die Zukunft und damit ist auch die finanzielle Zukunft bzw. Vorsorge Ihres Kindes gemeint, liegt bis zu einem gewissen Zeitpunkt in Ihren Händen. Machen Sie das Beste daraus. Somit wünschen wir Ihnen und Ihrer eine glückliche und sorgenfreie Zukunft.

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