Vorteile einer Geldanlage in Fremdwährung

Wenn die Geldanlagen in Euro kaum Zinsen abwerfen, beginnt die Suche nach möglichen Alternativen. Wer nicht in Aktien oder sonstige Wertpapiere investieren möchte, könnte einen Blick über den Tellerrand hinauswagen und sich nach Anlagen in einer Fremdwährung umschauen. Immer dann, wenn der Euro kriselt, gewinnen andere Währungen der aufstrebenden Staaten an Wert. Zu solchen Ländern gehörten in der Vergangenheit die Türkei, Brasilien oder Ungarn.

Anlage in Fremdwährung: Rendite versus Risiko

Freilich gilt das ungeschriebene Gesetz der Märkte, das besagt, dass eine höhere Rendite stets mit einem höheren Risiko verbunden ist. Das Risiko einer Anlage in Fremdwährung besteht in einer unvorteilhaften Kursentwicklung. Die negative Kursentwicklung kann im schlimmsten Fall den höheren Zinseffekt komplett vernichten. Die Wechselkursrisiken werden von volkswirtschaftlichen Faktoren stark beeinflusst und sollten daher im Vorfeld der Geldanlage intensiv ausgewertet und analysiert werden. Zu solchen Faktoren zählen Staatsverschuldung, politische Stabilität und Wirtschaftswachstum des jeweiligen Landes. Bei der Auswertung dieser Daten ist ein Privatanleger meistens überfordert. Hier kann die beratende Bank Unterstützungshilfe leisten. Die Banken verfügen meistens über fundierte Analysen der eigenen Anlageexperten.

Break-even-Point berechnen

Die Banken können auch den so genannten Break-Even-Punkt ermitteln: Bis zu welchen Kurs darf sich die Währung verschlechtern, dass der Zinsvorteil immer noch überwiegt?
Wird der Break-even-Punkt überschritten, sollte sich der Anleger überlegen, ob eine Absicherung der Geldanlage, zum Beispiel mit Hilfe eines derivativen Swaps, sinnvoll wäre. Auch hier kann die beratende Bank unterstützend zur Seite stehen.

Der Wechselkurs einer Währung wird aber nicht nur durch volkswirtschaftliche Faktoren, sondern auch durch Kursspekulationen stark beeinflusst. Oft sind die Kursspekulationen irrational und können nicht vorhergesagt oder plausibel erklärt werden. In einer solchen Situation muss der Anleger Nerven bewahren.
Die Märkte können allerdings sehr lange irrational bleiben. So kommt es auf eine ausreichende Liquiditätsreserve an, um solche Phasen durchzustehen. Wer auf die Geldanlage kurz- bis mittelfristig angewiesen ist, sollte von einer Anlage in Fremdwährung Abstand nehmen. Letztendlich handelt es sich auch um eine sehr spekulative Geldanlage. Aus diesem Grund ist ein ausführliches Gespräch mit der Bank über Chancen und Risiken gesetzlich vorgeschrieben.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang ist auch der Hinweis auf die technische Abwicklung einer solchen Geldanlage. Es ist ein Fremdwährungskonto erforderlich, dessen Führung in den meisten Fällen mit relativ hohen Gebühren verbunden ist. Außerdem kann ein häufiges Umschichten aufgrund der Geld-Brief-Spannen hohe Transaktionskosten verursachen. Über diese Details sollte sich der Anleger im Vorfeld informieren, um negative Überraschungen zu vermeiden. Bei allen Nuancen bleibt eine Fremdwährungsanlage eine sinnvolle Alternative in Zeiten magerer Zinsen und eingeschränkter Anlagemöglichkeiten.

Die passende aus rund 50 Geldanlagen wählen

Wenn Sie sich bei der Wahl der passenden Geldanlage nicht sicher sind, hilft der nachfolgende Vergleich von rund 50 Angeboten, den wir Ihnen zusammen mit unserem Partner, der Finanzen.de AG, anbieten: