Fremdwährungskonten

Was ist ein Fremdwährungskonto?

Unternehmen, die international tätig sind und Zahlungseingänge oder -ausgänge in ausländischen Währungen durchführen, benötigen ein sogenanntes Fremdwährungskonto bei ihrer Bank. Die Anzahl der Devisenkonten in Deutschland steigt kontinuierlich an. Der Grund: Zunehmend interessieren sich auch Privatanleger für Konten in anderen Währungen als dem Euro. Sie erhoffen sich durch die Anlage ihrer Gelder in anderen Währungen mehr Sicherheit. Interessant ist das Fremdwährungskonto auch für alle diejenigen, die mit ausländischen Aktien an außereuropäischen Börsen handeln. Käufe und Verkäufe können dann direkt in der Landeswährung abgerechnet werden.

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Stand: 26.11.2014
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Die wichtigsten Anbieter für Fremdwährungskonten

In Deutschland zählt die comdirect Bank zu den größten Anbietern von Fremdwährungskonten. Sie bietet mehr als 10 verschiedene Fremdwährungen an. Weitere wichtige Geldhäuser für Devisenkonten sind die z-. B. die DAB-Bank, Cortal Consors, aber auch die Postbank. Sie bietet sogar 16 verschiedene Fremdwährungen an. Andere Banken hingegen haben gar keine Devisenkonten im Angebot. Die Angebote der einzelnen Broker finden Sie hier:

Broker Zinnsatz für Fremwährungskonten (p.a.) Konto-
führung
Zur Bank
ZAR HUF TRY NOK PLN CHF CZK GBP USD MXN JPY
Stand: 26.11.2014
comdirect bank 3,00 % 1,50 % 4,00 % 0,25 % 0,50 % 0,00 % 0,00 % 0,00 % 0,00 % 0,00 % 0,00 % kostenlos Weiter »
Fidor Bank - - 0,00 % 0,00 % 0,00 % 0,00 % - 0,00 % 0,00 % - 0,00 % kostenlos Weiter »
Cortal Consors 0,00 % - 0,00 % 0,00 % - 0,00 % - 0,00 % 0,00 % - 0,00 % kostenlos Weiter »
DAB Bank - - - - - 0,00 % - 0,25 % 0,00 % - 0,00 % kostenlos Weiter »
Abkürzungen der Währungen:
ZAR – Südafrikanischer Rand
HUF – Ungarischer Forint
TRY – Türkische Lira
NOK – Norwegische Krone
PLN – Polnischer Zloty
CHF – Schweizer Franken
CZK – Tschechische Krone
GBP – Britisches Pfund
USD – US-Dollar
MXN – Mexikanischer Peso
JPY – Japanischer YEN

Wie funktionieren Fremdwährungskonten?

Über Devisenkonten lassen sich geschäftliche Transaktionen zwischen verschiedenen Ländern mit unterschiedlicher Währung leichter durchführen. Unternehmer im Exportgewerbe, aber auch Importeure haben deshalb bei ihrem Kreditinstitut in der Regel Fremdwährungskonten.

Was sind ihre Vor- und Nachteile?

Der Vorteil eines Fremdwährungskontos ist offensichtlich: Internationale Zahlungen lassen sich über ein solches Konto rasch und einfach tätigen. Je nach Zeitpunkt der Überweisung kann der Kontoinhaber zudem von Kursschwankungen profitieren. Die Abhängigkeit von der Währung Euro nimmt ab. Beim Wechseln von Euro lassen sich zudem Kursverluste vermeiden. Seit der Eurokrise flüchten mehr und mehr Anleger in alternative Anlagen wie Devisenkonten in Schweizer Franken. Doch Achtung: Devisenkonten zählen zu den spekulativen Anlagen. Wertsteigerungen von Währungen lassen sich nur sehr schwer prognostizieren, deshalb geht der Anleger bei der Eröffnung eines Fremdwährungskontos immer ein Risiko ein.

Nachteilig ist zudem, dass die Kontoführungsgebühren für ein Fremdwährungskonto in der Regel deutlich höher liegen als die eines normalen Geschäftskontos in Landeswährung. Wer häufig im Ausland unterwegs ist oder regelmäßige Geschäftsbeziehungen unterhält zu Unternehmen in einem außereuropäischen Land bzw. einem Land ohne Eurowährung, wird die Vorzüge eines Fremdwährungskontos zu schätzen wissen. Er sollte aber nicht im Inland auf das Geld angewiesen sein, sonst muss er hohe Gebühren für das Umwechseln in Euro bezahlen und trägt zudem auch noch das Wechselkursrisiko.

Welche Währungen sind möglich?

Nicht alle Währungen werden als Devisenkonten angeboten. Die beliebtesten Währungen bei Fremdwährungskonten sind US-Dollar, Schweizer Franken oder Japanischer Yen.
Ein Devisenkonto ist vergleichbar mit einem Tagesgeldkonto. Das bedeutet, Überweisungen und Scheckeinreichungen sind nur eingeschränkt möglich, Bargeld kann weder eingezahlt noch abgehoben werden. Die Anlagesumme ist täglich verfügbar. Der Unterschied liegt darin, dass die Anlage in einer fremden Währung erfolgt. Die meisten Online-Broker bieten Fremdwährungskonten in Schweizer Franken (CHF), US-Dollar (USD), Britischem Pfund (GBP), Türkischer Lira (TRY), Südafrikanischem Rand (ZAR), Mexikanischem Peso (MXN), Ungarischem Forint (HUF), Norwegischer Krone (NOK), Japanischem Yen (JPY), Polnischem Zloty (PLN) oder Kanadischem Dollar (CAD) an.

Welche Zinsen bieten führende Online-Broker?

Die Höhe der Verzinsung ist abhängig von der Volatilität der Währung. Währungen, die schwankungsanfälliger sind, werden höher verzinst als stabile Währungen. Für stabile Währungen bieten viele Online-Broker gar keine Verzinsung an. Stark schwankende Währungen wie die Türkische Lira hingegen erzielen eine Verzinsung von derzeit bis zu  4,00 Prozent auf dem Markt.

Welche Gebühren fallen an?

Die Eröffnung eines Fremdwährungskontos ist in der Regel an die Eröffnung eines Wertpapierdepots gebunden. Für dieses fallen dann Gebühren an. Das Devisenkonto selbst ist in diesem Fall häufig kostenfrei. Manche Anbieter jedoch verlangen für die Kontoführung des Fremdwährungskontos zusätzlich Gebühren in Höhe von 2,50 EUR pro Monat, so zum Beispiel ViTrade. Andere wiederum erheben bei einem Tausch in eine andere Währung zusätzlich Konvertierungsgebühren in Höhe von 1% (comdirect). Erhoben werden teilweise auch Gebühren für einzelne Buchungsposten, für Überweisungsaufträge, den Einzug eines Auslands- oder Fremdwährungsschecks bzw. für Inkassogebühren bei Rückbelastung. Erhoben werden auch Kosten für die Widerrufsbearbeitung. Auch bei An- und Verkauf der Währung bei Kontoeröffnung bzw. Kontoauflösung fallen wiederum Gebühren von bis zu 4,00Prozent der Anlagesumme an. In der Summe können die Kosten für die Kontoführung eines Devisenkontos somit bis zu 20 EUR im Monat betragen.

Einkalkuliert werden sollten bei einem Anbietervergleich auch die Guthabenverzinsungen. Sie werden von den Banken besonders häufig bei stark schwankenden Währungen angeboten, um das Angebot für den Anleger attraktiver zu gestalten. Nur bei der DAB-Bank ist das Fremdwährungskonto ohne Einschränkung kostenlos. Wer ein Fremdwährungskonto eröffnen möchte, sollte also das Kleingedruckte im Vertrag besonders aufmerksam lesen. Hier unterscheiden sich die einzelnen Angebote der Online-Broker oft erheblich.

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