Devisenfonds

Was sind Devisenfonds?

Die Sorge um den Euro bewegt viele Anleger und treibt die Anzahl der Devisenfonds in die Höhe. An erster Stelle stehen Geldanlageformen in Schweizer Franken, zunehmend attraktiver werden aber auch die skandinavischen Währungen. Devisenfonds investieren in Devisen, zum Teil auch in Anleihen und festverzinsliche Wertpapiere, die das Risiko des Devisenfonds minimieren sollen. Im Zentrum steht die spekulative Investition. Währungsschwankungen sind einem besonders hohen Risiko ausgesetzt, da sie sich so gut wie nicht vorhersehen lassen. Auch wenn Devisenfonds andere Anlageformen mit hinzunehmen, so bleibt der Schwerpunkt der Geldanlage jedoch immer die Investition in Devisen und Währungen. Sie eignen sich daher am besten für eine kurzfristige Geldanlage und können dann erstaunliche Renditen erwirtschaften.

Welche Chancen/Risiken bieten sich mit ihnen?

Aufgrund der spekulativen Investitionen in Devisenmärkten lassen sich mit Devisenfonds bei einem hohen Risiko auch hohe Renditen erzielen. Wer seine Anlagen breit streut, verringert das persönliche Risiko und kann starke, abrupte Währungsschwankungen abfedern. Der Anleger sollte jedoch jederzeit darüber informiert sein, in welche Devisen der Fonds investiert. Dann kann sich eine kurzfristige Anlage durchaus lohnen. Ganz klare Nachteile von Devisenfonds sind die hohen Risiken, die mit dieser Anlageform verbunden sind. Selbst Experten können Währungsschwankungen nur selten vorhersagen. Sehr rasch ändern sich die Kurse manchmal, so rasch, dass der Anleger nicht mehr reagieren kann. Devisenfonds arbeiten daher in der Regel mit einem Misch-Portfolio, das diese Risiken abmildert. Aufschlussreich ist aber auch die Betrachtung der bisherigen Wertentwicklung des Devisenfonds. Sie zeigt auf einen Blick, wie erfolgreich der Fonds im Vergleich ist.

Wie hoch sind die Kosten?

Für Devisenfonds werden Ausgabeaufschläge in Höhe von rund 2 Prozent fällig. Hinzu kommt eine Verwaltungsgebühr von circa 1 bis 1,5 Prozent. Je nach Erfolg des Fonds fällt eine weitere performanceabhängige Beratergebühr an, die bis zu 20% betragen kann. Auch die Depotführung ist in der Regel nicht kostenlos. Eine Ausnahme bilden die preiswerten ETFs beziehungsweise Indexfonds.

Welche Devisenfonds gibt es?

Seit 2004 bieten Banken und Kreditinstitute Währungsgeschäfte als Anlageprodukt an. Unterschieden werden aktive und passive Fonds. Bei Ersteren verwaltet ein Fondsmanager den Devisenfonds, bei Letzteren handelt es sich um Indexfonds oder ETFs, die einen bestimmten Währungskorb abbilden. In Deutschland hat der Anleger die Wahl zwischen mehr als 60 verschiedenen Devisenfonds.

Die Wichtigsten unter ihnen sind KBC Renta und db x-trackers Currency. KBC Renta richtet sich ausschließlich an professionelle Kunden mit mindestens 20 Mio. EUR Bilanzsumme beziehungsweise mehr als 40 Mio. EUR Umsatz. KBC Renta Sekarenta ist ein aktiv gemanagter, thesaurierender Fonds, der zu 100 Prozent in Renten anlegt. Bevorzugt werden schwedische Anleihen erstklassiger Debitoren. Seine Performance ist durchgängig positiv. In den letzten fünf Jahren verzeichnete er eine Wertsteigerung von mehr als 27 Prozent.

Der erfolgreiche Devisenfonds der Deutschen Bank db x-trackers Currency bildet den Deutsche Bank Valuation Index ab. Er ist ein junger ETF mit besonders niedrigen Gebühren, der schon jetzt zu den Top-Performern zählt. Die Anlagestrategie sieht aus wie folgt: Gekauft werden jeweils drei unterbewertete G10 Währungen, verkauft werden parallel dazu drei überbewertete G10 Währungen, immer in 3-Monats-Terminkontrakten. Der Fonds investiert vorrangig in übertragbare Wertpapiere.

Wie integriert man Devisenfonds in die eigene Geldanlage?

Wer Devisenfonds in die eigene Geldanlage integrieren möchte, sollte sein persönliches Risikoprofil berücksichtigen und eine dementsprechende Gewichtung vornehmen. Wer vorrangig auf Sicherheit setzt, sollte den Anteil des Vermögens in Devisenfonds möglichst klein halten. Wer spekuliert und auf hohe Gewinne setzt, wird Devisenfonds als kurzfristige Geldanlage auf jeden Fall mit ins Portfolio nehmen.

Wo kann man Devisenfonds kaufen?

Anteile an Devisenfonds können über jedes Depot an der Börse gekauft und verkauft werden. Alles, was Sie dazu benötigen, ist ein Depot. Wir empfehlen einen Online-Broker, da hier die Ordergebühren meist deutlich günstiger als bei Filialbanken und die Depotführung in der Regel sogar kostenlos ist. Einige dieser Online-Broker finden Sie hier:

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