Fondssparplan

Clever sparen mit Fondsparplänen

Gerade der Deutsche zählt das Sparen zu einer seiner „beliebtesten“ Tätigkeiten. Man spart auf das Eigenheim, auf das Wunschauto, auf den jahrelang ersehnten Traumurlaub und ja… man spart ebenso im Rahmen der ausreichenden Zukunftsvorsorge wie z.B. der Rente. Dafür wird meist sorgfältig ein monatlicher Betrag zur Seite gelegt. Oft landen diese persönlichen Spareinlagen schließlich auf dem althergebrachten Sparbuch oder der moderneren Variante dessen, dem Tagesgeldkonto. Bei diesem können Anleger bereits mit einem geringem Startkapital sparen. Ein Nachteil des Tageskontos ist die geringe Verzinsung. Das folgt daraus, dass das Tagesgeldkonto eine flexible Sparanlage ist. Der Anleger kann somit jederzeit auf die Einlagen seines Kontos zugreifen. Die Bank hat dann nur einen geringen Spielraum mit dem angelegten Geld zu arbeiten. Durch die Konzentration der Sparer auf Geldanlagen, die zum großen Teil als Sparkonten existieren, verliert er vollkommen aus den Augen, dass ebenso Aktien und Fonds, ja sogar Zertifikate ein regelmäßiges Sparen ermöglichen und dabei aktuell sehr viel mehr Rendite abwerfen als ein Tagesgeldkonto oder das Sparbuch.

Zudem bieten Fonds nicht nur eine Variante der cleveren Geldanlage, sondern stellen ebenso einen geeigneten langfristigen Sparplan dar. Sie bieten Anlegern mit wenigen finanziellen Reserven die Möglichkeit von den Gewinnchancen an der Börse zu profitieren.

Fondssparpläne mit sehr guten Konditionen

Zum einen gilt, dass die Depotführung bei derartigen Sparplänen im Normalfall kostenlos bleibt. Fonds kann man meist mit keinem oder nur halben Ausgabeaufschlag erwerben. Lediglich bei ETCs, ETFs oder auch Zertifikaten erwartet die Bank als Gegenleistung einen geringen Prozentsatz des Sparbetrags. Achten Sie demnach immer auf Sonderaktionen, die zum Teil sehr interessante Bedingungen mit sich bringen wie das Wegfallen von Gebühren für einen festgelegten Zeitraum.

Die untere Abbildung zeigt bereits, dass Einstiegssparraten schon bei monatlich 25 Euro beginnen. So wie bei der comdirect und der Cortal Consors. Die Sparraten können, wenn gewollt, aufgestockt aber auch wieder auf ihren Einstiegsbeitrag verringert werden. Mindestlaufzeiten sind nicht vorgesehen, was diese Sparpläne zu sehr flexiblen Anlagen macht. Keiner der aufgezeigten Anbieter fordert eine Depotgebühr. Es besteht sogar die Möglichkeit in nicht nur einen ETF, Fonds oder ein Zertifikat zu sparen, sondern wie bei der comdirect sogar 4 weitere zu „besparen“.

Angebote von Direktbanken für Fondssparpläne

Broker Anzahl
Fonds (ca.)
Mindest-
sparrate
Rabatt auf AA Spar-
intervalle
Auszahl-
plan
Bonus  
Unsere Empfehlungen
TARGOBANK Logo5.70625 €ja1, 2, 4, 12ja10 Free Trades im ersten Jahr Zum Broker »
1822direkt Logo1.70050 €ja1, 2, 4ja100 € Prämie und 50 % Order-RabattZum Broker »
Consorsbank Logo38025 €ja1, 4jabis zu 3,00 % p.a. aufs Tagesgeld bei DepotwechselZum Broker »
Weitere Broker
cominvest Logo6.10010 €ja1,3,6,12jaZum Broker »
comdirect Logo35025 €ja1, 2, 4jakeine Depotgebühren für 3 JahreZum Broker »
DKB Logo1.50050 €ja1, 2, 4, 6, 12jaalle Fondsspapläne ohne AAGZum Broker »
OnVista Bank Logo8050 €nein1, 4neindauerhaft 5,00 € pro OrderZum Broker »
ING-DiBa Logo12050 €ja1, 2, 3jaHandel ohne Orderprovision oder ZusatzkostenZum Broker »
Sparkassen Broker Logo30550 €ja1, 2, 3, 6ja 300 € Orderguthaben ertradenZum Broker »
maxblue Logo12050 €ja1, 2, 4, 6, 12jabis zu 2.500 € Prämie bei DepotwechselZum Broker »

Erkunden Sie sich genau über die Anbieter und deren Konditionen, lesen Sie in unserem Detailvergleich auf unserem Portal der Direktbanken, welche dieser Anbieterkonditionen für Sie besonders interessant sein könnten. Weitere interessante Informationen zu diversen Sparanlagen finden Sie auf den nachfolgenden Seiten unseres Portals. Zu einem langfristigen Anlageerfolg ihrerseits zählen vor allem aussichtsreiche Aktien, Zertifikate und Fonds.

Vorteile von Fondssparplänen

Neben dem bereits erwähnten geringen Kapitalaufwand bei der Eröffnung eines solchen Fondssparplanes ist ein weiterer entscheidender Vorteil, dass sich die Frage nach dem wohl passenden Einstiegszeitpunkt und dessen Richtigkeit erübrigt. Mit regelmäßigen aber kleinen Investitionen in Fonds, kaufen Sie bei niedrigen Kursen höhere Anteile und bei höheren weniger. Sollte es also wieder einmal stürmisch an den Börsenmärkten zugehen, macht sich dieser Sparplan durchaus bezahlt. Die mit der Zeit einhergehende Senkung des durchschnittlichen Einstiegskurses, erhöht letztendlich entgegen der ursprünglichen Einmalanlage, die Renditechancen. Diese positive Auswirkung auf die Renditechancen bezeichnen Finanzexperten als Cost-Average-Effekt. Der sogenannte Durchschnittskosteneffekt ergibt sich daraus, dass Wertschwankungen von Fonds bspw. dazu führen, dass der Anleger bei einer beständigen Rate seine Anteile günstiger erhält als wenn er ständig zu unterschiedlich hohen Preisen gleiche Mengen von Anteilen kauft. Schließlich werden bei hohen Anteilspreisen unweigerlich weniger Anteile gekauft, bei niedrigen Anteilspreisen jedoch entsprechend mehr. Dadurch wird je Anteil eines Fonds das harmonische Mittel der Kurse bezahlt.

Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt)

Der Cost-Average-Effekt wird vielfach in Anpreisungen für Fondsparpläne angeführt. Dabei muss man wissen, dass er keinesfalls höhere Gewinne beschert, nur die mittlere Rendite der Anlage ist positiv. Grundsätzlich ist demnach die Einmal-Anlage überlegen. Dieser Effekt verkleinert jedoch anfänglich die Volatilität der Vermögensverwaltungen, welche sich der Anleger mit dem Verzicht auf die Erträge somit erkauft. Mit zunehmender Laufzeit des Sparplans jedoch nimmt der Effekt ab, da mit dem Ansparen eine Kapitalansammlung stattfindet und die Einzelraten einen immer geringer werdenden Teil dieses Kapitals ausmachen. Das gesparte Vermögen steht immer im Verhältnis zur Anlage eines einmaligen Gesamtbetrages.

Im Focus-Money 8/2013 findet sich dazu eine sehr aufschlussreiche Rechnung, die den Cost-Average-Effekt einmal mehr verdeutlicht. Daher haben wir diese in unseren Ratgeber aufgenommen und möchten sie genauer unter die Lupe nehmen. Die aufgeführte Rechnungsabbildung soll Ihnen anhand eines Beispiels den Cost-Average-Effekt und dessen positive Auswirkung auf eine Fondssparplan noch einmal genauer aufzeigen.

Cost-Average-Effekt

Wir gehen einmal davon aus, dass ein Anleger zu Beginn für 100 Euro exakt einen Teil des Aktienanteils erhält. Zu Beginn läuft es noch gut auf den Aktienmärkten und der Wert des Fonds steigt. Der erworbene Anteil fällt demnach erst einmal geringer aus, da der Kurs des Fonds durch die Sparrate geteilt wird. Nach einem halben Jahr bestätigen sich die Befürchtungen der Aktionäre und die Börsenkurse verzeichnen eine Senkung. Der Preis des Fonds liegt im August nun nur noch bei 86 Euro pro Anteil. Alle Anleger erhalten für ihre 100 Euro jedoch jetzt bereits circa 1,163 Anteile des Fonds, also mehr als zu Beginn.

Fonds-Anleger handeln mit diesem Sparplan recht konsequent, indem sie weiterhin regelmäßige Investitionen tätigen, auch wenn es auf den Finanzmärkten chaotisch zugeht. Schließlich beruhigen sich die Börsenunruhen zum Ende des Jahres wieder und der Preis des Fonds liegt bzw. steigt ungefähr im Dezember wieder auf den anfänglichen Kaufpreis mit 99 Euro.

Der beispielhafte Sparplan zeigt die Gewinnoptimierung der Fondsanteile durch den Cost-Average-Effekt, der den durchschnittlichen Kurs des Fonds sinken ließ. Der klare Vorteil dieses Sparplanes, der Schritt für Schritt vorgeht, liegt schließlich eindeutig darin, dass anstatt mit einer Einmalanlage zur Fondseröffnung von 1.200 Euro der Anleger nun nicht nur 12 Fondsanteile dafür besitzt, sondern 12,497. Diese wiederum könnten nun wieder zu einem Betrag von 100 Euro verkauft werden. Des Weiteren wird durch Abzüge im Rahmen von Steuern und Gebühren im Falle eines Einmalbetrags zu Fondseröffnung der Gewinn deutlich geschmälert. Bei einem monatlichen Betrag, liegt jedoch zu Jahresende ein Gesamtbetrag von 1.249,70 Euro vor. Somit hat der Anleger immerhin 49,70 Euro erspart.

Fondssparplan-Rechner

Welche Ergebnisse sich mit einem Fondssparplan erzielen lassen, können interessierte Anleger mit unserem Fondsrechner ermitteln. Über den reinen Endwert des Sparplanes hinaus lassen sich damit auch Größen wie notwendiger Einmalbetrag und/oder Sparrate, die benötigte Laufzeit oder der erforderliche Wertzuwachs in Prozent pro Jahr für ein bestimmtes Ergebnis ermitteln:

Fondsrechner

 
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Jahre
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Eröffnung eines Sparplanes

Im Falle eines Fondsparplanes investiert der Anleger in Anteile an einem Investmentfonds. Anleger mit geringen finanziellen Mitteln vermeiden an dieser Stelle Investition mit großen Summen. Im Rahmen des Fondssparplanes wird

  • eine Sparrate festgelegt,
  • das passende Wertpapier gewählt und
  • wenn möglich, der Verkaufszeitpunkt festgelegt.

Fast alle Broker, Banken und Sparkassen bieten inzwischen solche Fondssparpläne an. Vor allem ist eine Bandbreite von Direktbanken zu verzeichnen, die eine breite Auswahl an Fonds, Aktien und Zertifikaten vorweisen und diese zu teils zu sehr günstigen Konditionen anbieten, was wiederum vor allem das Interesse der Anleger weckt, die gerne mit kleineren Sparbeiträgen anlegen würden.

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