Sofortrente

Rentenversicherungen gliedern sich normalerweise in eine Anspar- und eine Auszahlungsphase. Während in jungen Jahren ein gleichbleibender oder dynamisch gestalteter Beitrag in die Police eingezahlt wird, erntet man im Ruhestand die Lorbeeren in Form einer Rente. Das setzt voraus, dass man 20, 30 oder mehr Jahre lang fleißig gespart hat und der Vertrag zwischenzeitlich nicht gekündigt wurde. Deutlicher schneller geht es mit einer Sofortrente: Der Kunde nimmt eine Einmalzahlung vor, aus der dann schon im nächsten Monat eine Rente resultiert.

Was ist eine Sofortrente?

Der Begriff Sofortrente erklärt sich damit quasi von selbst. Es handelt sich um eine Rente, auf die man nicht lange warten oder sparen muss. Sie wird sofort realisiert und lebenslang garantiert. Einzige Bedingung ist eine Einmalzahlung, für die in der Regel ein Mindestbetrag vorgeschrieben wird. Das ist insofern nachvollziehbar, weil mit 500 oder auch 5.000 Euro eine halbwegs passable Rentenzahlung über mehrere Jahre nur schwerlich möglich wäre. Das Kapital muss reichen, um daraus eine Rente in einer bestimmten Höhe – zum Beispiel 25 Euro pro Monat – ableiten zu können. Da die Assekuranzen diesbezüglich mit unterschiedlichen Vorgaben arbeiten, sollte vor Abschluss des Vertrages ein Sofortrentenvergleich erfolgen.

Wie funktioniert die Sofortrente?

Das Kapital, das der Kunde für seine Rente einzahlt, bleibt nicht einfach auf einem Konto liegen. Es wird verzinst. Maßgeblich ist der Höchstrechnungszins für Lebensversicherungen. Aktuell beträgt dieser Garantiezins 1,75 Prozent pro anno (Stand: Januar 2013). Diesen Zinssatz muss die Assekuranz zahlen. Hinzu kommt, sofern die Versicherung gut wirtschaftet, eine Überschussbeteiligung – allerdings ohne jede Gewähr. Bei Musterrechnungen mit hohen Überschussversprechen sollte man daher eher skeptisch sein.

Die Vorteile der Sofortrente

Für die Sofortrente spricht sicherlich der Umstand, dass man sich als Kunde nicht langfristig verpflichtet, Beiträge zu zahlen, sondern umgehend vom eigenen finanziellen Engagement profitiert. Hinzu kommt, dass bei Sofortrenten üblicherweise keine Gesundheitsprüfung erfolgt, die bei normalen Rentenversicherungen bisweilen zum Problem werden kann, wenn gesundheitliche Einschränkungen vorhanden sind. Abhängig von der Vertragsgestaltung lassen sich zudem kleine Sicherheitsanker einbauen: zum Beispiel eine Beitragsrückgewähr im Todesfall, eine Hinterbliebenenrente oder eine Rentengarantiezeit nach dem Ableben des Versicherungsnehmers. Dadurch sind die Policen zumindest bedingt flexibel.

Nachteile der Sofortrente

Das Problem: Diese zusätzliche Sicherheit ist nicht kostenlos, sondern wird bei der Rentenzahlung berücksichtigt. Darüber hinaus werden auch bei Sofortrenten Abschluss-, Verwaltungs- und Bearbeitungsgebühren in Rechnung gestellt. Sie mögen ein wenig niedriger ausfallen als bei herkömmlichen Rentenversicherungen. Nichtsdestotrotz schmälern Sie das Kapital. Der eigentliche Kritikpunkt ist und bleibt allerdings, dass es sich um eine Wette auf ein möglichst langes Leben handelt. Denn nur wenn man entsprechend alt wird, ist die Summe der Rentenzahlungen höher als das vorab eingezahlte Kapital. Auch aus dem Grund ist ein Vergleich unerlässlich.

Für wen eignet sich eine Sofortrente?

Interessant ist die Sofortrente für ältere Personen, die kurz vor der Rente stehen oder bereits Rente beziehen und in der Lage sind, einen höheren Betrag in die Police einzuzahlen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn eine Lebensversicherung oder ein Sparplan fällig wurde und das Geld nicht anderweitig benötigt wird. Ob es sich dann tatsächlich lohnt, eine Sofortrente abzuschließen, sollte in Ruhe berechnet werden.

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