Betriebsrente

Betriebsrente als Altersvorsorge (Betriebliche Altersvorsorge bAV)

Wer für das Alter vorsorgen will, muss das nicht unbedingt alleine tun. Mit einer betrieblichen Altersvorsorge (bAV) lässt sich der Arbeitgeber in diesen Prozess einbeziehen. Darüber hinaus profitiert der Arbeitnehmer zusätzlich von einer staatlichen Förderung.

Direktversicherung

Insgesamt sind fünf verschiedene Modelle möglich (siehe Übersicht), wobei die betriebliche Altersvorsorge als Direktversicherung die einfachste Variante darstellt. Bei dieser Option wird durch den Arbeitgeber ein Versicherungsvertrag (Kapitallebensversicherung oder Rentenversicherung) für den Arbeitnehmer abgeschlossen. Die Beiträge werden direkt aus dem Bruttogehalt gezahlt, was Steuern und Sozialabgaben spart. Insgesamt lassen sich jährlich Prämien bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze zur Rentenversicherung (2012 sind das 2.688 Euro) steuer- und sozialversicherungsfrei in betriebliche Rentenansprüche umwandeln. Darüber hinaus sind zusätzliche 1.800 Euro steuerfrei in die Direktversicherung einzahlbar – allerdings besteht bei diesem Betrag keine Sozialversicherungsfreiheit. Die Auszahlung der betrieblichen Altersvorsorge erfolgt bei einer Direktversicherung entweder als lebenslange Rentenzahlung oder als komplette Kapitalauszahlung. Die früheste Auszahlung bei aktuellen Verträgen beginnt mit dem 62. Lebensjahr. Wichtig: Für die Auszahlung der Betriebsrente sind generell Sozialabgaben zu leisten, d. h. sie wird voll versteuert. Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse müssen außerdem noch Kassenbeiträge zahlen.

Direktzusage

Ein weiterer Durchführungsweg ist die sogenannte Direkt- bzw. Pensionszusage. Bei dieser Form der betrieblichen Altersvorsorge bildet der Arbeitgeber eigenständig Pensionsrückstellungen für seine Mitarbeiter. Später zahlt das Unternehmen eine vertraglich vereinbarte Versorgungsleistung an den betreffenden Arbeitnehmer. Vorteile der Direktzusage: Die Versorgungsleistungen können äußerst umfangreich sein und die Beiträge sind während der Ansparphase steuerfrei. Versteuert wird erst die Auszahlung. Die Sicherheit der Direktzusagen wird durch den Pensions-Sicherungs-Verein gewährleistet, sodass selbst bei Insolvenz des Betriebs die finanzielle Leistung erfolgt. Nachteil: Eine staatliche Riester-Förderung ist bei der Direktzusage nicht möglich. Zudem existiert kein gesetzlich geregeltes Mitnahmerecht bei einem Arbeitsplatzwechsel.

Pensionskassen und Pensionsfonds

Pensionskassen sind eigenständige Versorgungseinrichtungen der betrieblichen Altersvorsorge. Getragen von einem oder mehreren Unternehmen fungieren sie prinzipiell wie eine Lebensversicherungsgesellschaft und decken klassische Vorsorgerisiken ab (Renteneintritt, Invalidität, Tod). Die Beiträge in die Pensionskasse zahlt der Arbeitgeber. Auch ansonsten ähnelt vieles der Direktversicherung mit Anspar- und Auszahlungsphase sowie den genannten steuerlichen Vor- bzw. Nachteilen. Die Sicherheit der Pensionskasse wird als hoch eingestuft. Pensionsfonds unterscheiden sich von Pensionskassen vor allem durch die gewählte Form der Kapitalanlage. Bei Pensionsfonds darf das Kapital vollständig in Aktien investiert werden, was eine höhere Rendite verspricht. Gleichzeitig steigt aber das Risiko. Ganz verlieren kann der Arbeitnehmer seine Ansprüche indes nicht, da der Arbeitgeber zumindest bis zur Höhe der eingezahlten Beiträge haftet. Die Auszahlung der Rente erfolgt hier wie dort in der Regel als lebenslange Rentenzahlung.

Unterstützungskassen

Die fünfte und letzte Variante der betrieblichen Altersvorsorge bilden Unterstützungskassen, welche das eingezahlte Kapital frei anlegen dürfen. Unterstützungskassen sind eigenständige Versorgungsinstitutionen und unterliegen nicht der Finanzaufsicht. Zwar sind die Einzahlungsmodalitäten einerseits oft sehr restriktiv (z. B. lassen sich vereinbarte Gehaltsumwandlungen nicht mehr in der Höhe verändern), andererseits bieten die Unterstützungskassen sehr flexible Auszahlungsvarianten. Weitere Vorteile: Keine Besteuerung während der Ansparphase sowie optionale Beitragsfinanzierung über den Arbeitgeber bzw. den Arbeitnehmer. Nachteile: Ebenfalls keine gesetzliche Mitnahmeregelung.
Schlüsselfaktoren für eine gute Betriebsrente

Übersicht: Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) kompakt

  • Direktversicherung
  • Direktzusage
  • Pensionskasse
  • Pensionsfonds
  • Unterstützungskasse

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